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Der kleine Cyborg

Der kleine Cybold

Teil 1: Erzählt von Kindern aus Seis

In der Bibliothek in Seis am Schlern hat der erste von den sieben Südtiroler Sommer-Lese-Podcast-Workshops stattgefunden. Bevor es mit der Geschichte vom kleinen Cybold losgegangen ist, haben die Kids, die bei dem Workshop in Seis mitgemacht haben, ein kleines Video gedreht:

 

 
Hier fängt die Geschichte an:  
1. Kapitel: Die Geburtstagsfeier
Hier kannst du dir den ersten Teil der Geschichte
als Podcast anhören
"Das hört sich ja grässlich an!" Kenny Polanze war kurz davor, durchzudrehen. Es war schon schlimm genug gewesen, dass sie am Morgen aufgewacht war, weil ihr Ehemann Reggy, mit dem sie seit vierzehn Jahren verheiratet war, ihr einen labbrigen Bubbletee ans Bett gebracht, ihr einen superfeuchten Kuss auf die Backe geschmatzt und ihr mit unerträglich guter Laune zum Geburtstag gratuliert hatte.

 

Einladung
Als Reggy ihr dann auch noch freudig mitteilte, dass er am Nachmittag eine Geburtstagsparty organisiert hatte, war der Tag für Kenny eigentlich schon gelaufen. Sie hasste es, Geburtstag zu haben. Geburtstag haben bedeutete, dass sie wieder ein Jahr älter geworden war. Und älter werden bedeutete, dass sie das Gefühl hatte, die Zeit würde ihr weglaufen. Und deshalb war sie sich sicher, dass es irgendwann zu spät sein würde. Zu spät für das, wovon Kenny Polanze fast jede Nacht träumte und was sie sich seit Jahren wie verrückt wünschte...
Und jetzt war es Nachmittag. Kenny saß vor ihrer synthetischen Geburtstagstorte, die künstlichen Kerzen brannten und die Geburtstagsgesellschaft stand um sie herum und gab gemeinsam ein Geburtstagslied zum Besten.
Hier kannst du dir Kennys Geburtstagslied
als Podcast anhören
Und das hörte sich wirklich äußerst schräg an! Glaubst du nicht? Wenn du links auf den Podcast klickst, kannst du es mit den eigenen Ohren hören:
Nach dem Geburtstagsständchen verputzten die Geburtstagsgäste die Geburtstagstorte. Eine gute Gelegenheit, um euch mal die Geburtstagsgesellschaft vorzustellen:
Das ist Kenny Polanze, das Geburtstagskind. Kenny ist 33 Jahre alt und seit 13 Jahren glücklich verheiratet mit...
 
... Reggy Polanze. Reggy ist 35 Jahre alt und Bauminator von Beruf
     
Das sind die beiden Schwestern von Kenny. Die linke heißt eigentlich Lenny, aber alle nennen sie nur Tante Kaffeekanne, die rechte, die eigentlich Penny heißt, nennt sich Tante Trude.
     
Außerdem hat Herr Polanze dafür gesorgt, dass auch der Roboter Rixusbalabixus und der Bücherwurmmutant Luigi, einer der vier Polanze-Hausmutanten, zu der Party kommen.
 
 
Und die drei anderen Hausmutanten der Polanzes, die buntgestreifte Leseratte Fatrat, der niedliche Hund Robby und die putzige Katze Trillipipe durften selbstverständlich auch mitfeiern. Jetzt werdet ihr bestimmt denken: Hausmutanten, was soll das denn sein? Also, es ist so: Die Geschichte vom kleinen Cybold spielt im Jahr 3210, als in fast 1200 Jahren. Geschichten, die in der fernen Zukunft spielen, nennt man Science-Fichtion-Geschichten. Und in Science-Fiction-Geschichten ist alles möglich! Zum Beispiel gibt es eben in unserer Geschichte vom kleinen Cybold Mutanten. Und was es mit den Mutanten auf sich hat, erzählt euch Finn.
Natürlich gibt es noch jede Menge andere komische Wörter, die ihr vielleicht noch nie gehört habt. Die meisten werden euch die Kinder, die bei dem Sommer-Lese-Podcast-Projekt mitgemacht haben, erklären, so wie der Finn das hier nebenan mit dem Wort Mutant macht... Ihr könnt es aber auch auf einer extra Seite nachlesen. So eine Seite heißt Glossar und wenn ihr da hin wollt, müsst ihr auf den blauen Link klicken:
Video
Was ist ein Mutant?

Und so geht die Geschichte weiter:


Als die Geburtstagsgäste die Geburtstagstorte aufgefuttert hatten, überlegten sie, was sie als nächstes machen könnten.
"Wir könnten ja Verstecken spielen", sagte Tante Kaffekanne.
"Du immer mit deinen blöden Ideen!" zickte Tante Trude, "Verstecken spielen! Wir sind doch keine Kinder mehr. Ich weiß etwas Besseres, wir könnten ja einen Schatz suchen!"
"Nein, wir spielen Blinde Kuh!" schlug Robby, der Hund vor.
"Also ich würde lieber eine Schokoladenschlacht machen", maunzte Triilipipe, die Katze.
"Nein, ich weiß noch was Besseres, wir machen Bauchrutscher im Eis!" rief Fatrat, die Leseratte begeistert.
Kenny, das Geburtstagskind, verdrehte die Augen.
"Ja, ja, eine Superidee! Sieh mal raus, draußen ist es knalleheiß, mindestens fünfzig Grad im Schatten!"
"Wie wärs, wenn wir uns Witze erzählen?" schlug Luigi, der Bücherwurm vor.

"Jaaaa, das ist ne Superidee!" quietschte Tante Kaffeekanne.
"Jaaaa, wir kennen einen ganz tollen Witz von einer Blondine!" ergänzte Tante Trude.
"Jaaa, der ist gut", sagte die andere Tante, "den erzählen wir."
"Wer fängt an?" fragte Tante Trude.
"Du!"
"Nee, du!"
"Nee, du!"
"Nee, du!"
"Nee, du!"
"Nee, du!"
"Nee, du!"

"Also gut, dann fang ich eben an", stöhnt Tante Trude, "Emmmmh..."
"Na los, fang an!"
"Jaaaaa, mach ich ja! Emmmmmh.... Es war einmal eine Blondine. Jetzt du!"
"Die ging zum Frisör."
"Der Frisör hat sie gefragt: Was kann ich für Sie tun?"
"Da hat die Blondine gesagt: Einmal waschen und schneiden, bitte!"

"Aber gerne! hat der Frisör gesagt, dazu müssen sie aber Ihre Kopfhörer absetzen."
"Nein, das geht nicht, hat die Blondine erwidert."
"Warum nicht?"
"Dann muss ich sterben!"
"Der Friseur hält das für einen Witz."
"Als die Blondine sich über das Waschbecken beugt, zieht er ihr den Kopfhörer vom Kopf, ohne dass sie etwas merkt."
"Fünf Sekunden später ist die Blondine tot."
"Der Frisör nimmt den Kopfhörer und setzt ihn sich auf."
"Da hört er: Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen."

Die anderen Geburtstagsgäste haben sich halb scheckig gelacht. Das war der witzigste Witz, den sie jemals gehört hatten. Sie lachten und lachten und lachten und lachten. Glaubt ihr nicht? Klickt mal nebenan auf den Podcast! Dann könnt ihr es selber hören.

Hier kannst du dir die lachenden Geburtstagsgäste
als Podcast anhören

Selbst Kenny, das Geburtstagskind lachte und vergaß, dass sie eigentlich schlechte Laune hatte. Wegen Ihres Geburtstages. Nachdem sich alle wieder eingekriegt hatten, spielten sie eine Runde "Mutant, ärgere dich nicht!". Dazu wurden die vier Hausmutanten in eine Schrumpfbox gesteckt und solange geschrumpft, bis sie so klein waren wie Menschärgeredichnicht-Figuren.

Video
Was ist eine Schrumpfbox?

Dann wurden sie auf die Mutantärgeredichnicht-Spielfläche gesetzt. Mit einem vollautomatischen, elektronisch kalibrierten Würfel wurden Zahlen gewürfelt. So ein Würfel ist sehr praktisch, man braucht ihn nicht zu werfen, er würfelt die Zahlen von ganz allein!

Die Minimutanten mussten dann soviele Felder vorwärts oder rückwärts gehen, wie der Würfel gewürfelt hatte. Außer Luigi, dem Bücherwurmmutant, der ging natürlich nicht, der kroch, weil er ja keine Beine hatte. Fatrat, der Leserattenmutant gewann mit großem Abstand!

Und dann war es schließlich soweit! Kenny durfte ihre Geburtstagsgeschenke auspacken. Alle gingen zu einem kleinen Tisch, auf dem die Geschenkpakete lagen. Kennys Geburtstagsgäste hatte wirklich tolle Geschenke mitgebracht! Kenny packte die kleinen und großen Pakete nacheinander aus.

Im ersten Paket war ein knallrotes, chipgesteuertes Damenhandtuch. Kenny war begeistert. Im zweiten Paket waren nigelnagelneue Spiderhandschuhe. Kenny war noch mehr begeistert. Sie kletterte nämlich für ihr Leben gern.

Video
Was ist ein Spiderhandschuh?

Im dritten Paket waren ein paar Lichtgeschwindigkeits-Rollerskates. Im vierten war ein Sturzhelm mit integrierter Tarnkappe. Auch die anderen Geschenke waren wirklich super! Kenny war vollauf begeistert.

Schließlich lag da nur noch ein Paket, dass sie noch nicht geöffnet hatte. Kenny öffnete die Schleife, dann riss sie das Geschenkpapier auseinander und öffnete den Karton. Sie glaubte ihren Augen nicht zu trauen. In dem Karton war: Ein kleiner Cyborg!

 

Wenn du wissen willst, wie die Geschichte weitergeht, klick auf den blauen Link!