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Der kleine Cyborg

Der kleine Cybold

Teil 3: Erzählt von Kindern aus Kastelruth

In der Bibliothek in Kastelruth hat der dritte von den sieben Südtiroler Sommer-Lese-Podcast-Workshops stattgefunden. Bevor es mit der Geschichte vom kleinen Cybold weitergeht, stellen sich die Kids, die bei dem Workshop in Kastelruth mitgemacht haben, erstmal vor:

Und so geht die Geschichte weiter:

 
3. Kapitel: Wenn der Vater mit dem Sohn...
Inzwischen waren ein paar Wochen vergangen.
Der kleine Cybold war immer noch so klein wie am Anfang. Reggy hatte sich zwar bei der Firma beschwert, die den Cyborg hergestellt und verkauft hatten, aber die wussten auch keinen Rat.
Nach langem Hin und Her erklärte sich die Firma bereit, den kleinen Cyborg umzutauschen. Das wollte allerdings Kenny auf gar keinen Fall.
Hier kannst du dir den dritten Teil der Geschichte
als Podcast anhören

Kenny liebte ihren kleinen Liebling namens Cybold über alles und wollte ihn niemals wieder hergeben. Besonders, weil er so begabt war. Er konnte sogar Feuerspucken. Wenn er sich langweilte, heckte er jede Menge Streiche aus. Und nie durfte ihn Reggy dafür bestrafen. Kenny hat ihn immer in Schutz genommen.
"Reggy, das hat er bestimmt nicht mit Absicht gemacht! Schau mal, der ist doch noch so klein!"
Reggy war mit seiner Geduld langsam am Ende.
"Reggy-Schatz, du musst eben auch mal was mit ihm machen!"
erklärte Kenny. "Wenn er immer nur mit mir zusammen ist, ist es ja kein Wunder."
Reggy kratzte sich am Kopf.
"Was machen, was machen... Was soll ich denn mit ihm machen? Der ist mir einfach zu winzig!"
Kenny verdrehte die Augen.
"Na, irgendwas zusammen unternehmen."
Reggy hob ratlos die Schultern.
"Und was?"
"Lass dir halt mal was einfallen."


Und damit stand sie auf und ging in Richtung Ausgang.
"Momentchen Mal. Wo willst du hin?"
"Ich bin mit meinen Schwestern verabredet. Zum Kaffee."
Reggy wurde leicht panisch.
"Moment, Moment. Und was ist mit dem ... dem... Cybold? Du willst mich doch wohl nicht mit ihm-"
Kenny zuckte mit den Schultern, rief ihm ein gut gelauntes "Arrivideci" zu, ging hinaus, stieg in ihren Tragschrauber und flog davon.
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Was ist ein Tragschrauber?

Reggy stand ratlos da, schüttelte mit dem Kopf und wusste nicht was er machen sollte. Da kam der kleine Cybold angewieselt.
"Papa, mir ist langweilig!"
"Ja und?" brummte Reggy leicht genervt, "dann spiel halt was."
"Ich hab schon alle Spiele ausprobiert!"
"Dann hör doch ein bisschen Musik mit deinem Melodieinator!"
"Langweilig...." stöhnte der kleine Cybold.
"Warum spielst du nicht ein bisschen mit den Mutanten?"
"Hab ich schon...."

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Was ist ein Melodieinator?

"Ja, dann weiß ich auch nicht.... Ich, ich, ich, eh... ich muss jetzt jedenfalls mal was arbeiten und deswegen musst du jetzt mal ein bisschen alleine bleiben."
"Ich will aber nicht alleine bleiben. Darf ich mitkommen?"
Reggy dachte, er hört nicht richtig. Den kleinen Kerl mitnehmen? Soweit kommts noch! Dann überlegte er.
"Andererseits... Vielleicht ist es besser, wenn ich ihn mitnehme. Wenn ich ihn hier alleine lasse, krieg ich bestimmt Ärger mit Kenny."

Reggy setzte sich den kleinen Cybold auf die Krempe vom Hut und kletterte in seinen Bauminator. Er aktivierte den Energiechip und die Turbinen begannen zu surren. Der Bauminator setzte sich langsam in Bewegung. Er stieg senkrecht in die Höhe. Als der Bauminator exakt 50 Meter hoch war, startete Reggy den Unwahrscheinlichkeitsantrieb. Der Bauminator raste los. Der kleine Cyborg quietschte vor Vergnügen.
"Jipppppppiehhhhhhh!"
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Was ist ein Bauminator?
 
Wie bei Autos gibt es viele verschiedene Typen von Bauminatoren. Hier seht ihr einige der beliebtesten Modelle:
Modell "Baumi 3000 Turbo" Modell "BMX A380" Modell "Bigfoot SL"
 
Modell "Blackhawk" Modell "Helifox GTI" Bauminator-Motor
 
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Was ist der Unwahrscheinlichkeitsantrieb?

Schon nach kurzer Zeit hatten sie das riesige Waldgebiet erreicht, in dem Reggy arbeitete. Er schaltete den Unwahrscheinlichkeitsantrieb aus. Der Bauminator blieb in der Luft stehen und schwebte über ein paar mächtigen Bäumen. Es waren Butterfichten. Reggy hatte nämlich den Auftrag, 200 Kilo Butter an einen intergalaktischen Supermarkt zu liefern. Die Arbeit ging flott voran. Eine Butterfichte nach der anderen verschwand im Inneren des Bauminators. Schon nach kurzer Zeit zeigte das Buttermessgerät an, dass sich schon mehr als 180 Kilogramm Butter in der Butterauffangbox befanden.

Da gab es auf einmal einen heftigen, trockenen Kracks, dem ein merkwürdiges Knirschen folgte. Das Knirschen dauerte nur ein paar Sekunden, dann war alles still. Reggy fing an zu fluchen. Mit Hilfe einer der Außenbordkameras sah er, dass eine Fichte zur Hälfte in dem Ansaugrohr steckte. Reggy startete das Diagnoseprogramm. Eine Sekunde später zeigte der Computer an, was passiert war. Ein Hauptkabel hatte sich von der Steuereinheit des Baumansaugers gelöst und einen Kurzschluss verursacht.
Jetzt war guter Rat teuer.
Um Hilfe zu kriegen, musste Reggy jetzt eine Notfallnummer anfunken, dann würde ein Reparaturraumschiff mit einem Mechaniker kommen, der würde den Bauminator auseinandernehmen, das Kabel befestigen und alles wieder zusammen bauen. Und das würde dauern! Da sagte mit einemmal der kleine Cyborg:
"Papa. Soll ich dir helfen?"
 

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