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Der kleine Cyborg

Der kleine Cybold

Teil 5: Erzählt von Kindern aus Olang und Toblach

In den Bibliotheken in Olang und Toblach hat der fünfte und sechste von den sieben Südtiroler Sommer-Lese-Podcast-Workshops stattgefunden. Bevor es mit der Geschichte vom kleinen Cybold weitergeht, stellen sich erstmal die Kids, die bei dem Workshop in Toblach mitgemacht haben, vor:
 

Und so geht die Geschichte weiter:

 
5. Kapitel: In den unendlichen Weiten des Universums
Nachdem die beiden Kaaronen Cybold und den Mausmutanten in der Manteltasche verstaut hatten, stampften sie zu einem ziemlich klapprigen Spunkflitzer, der hinter einem blühenden Cornflakesbusch stand. Sie stiegen ein und setzten ihr verrostetes Vehikel in Bewegung. Nachdem sie genug Höhe gewonnen hatten, zündeten sie den Warpantrieb. Das klapprige Gefährt zischte los. Mehr als drei Stunden rasten sie mit halber Lichtgeschwindigkeit durch die unendlichen Weiten des Universums.
Hier kannst du dir den fünften Teil der Geschichte als Podcast anhören

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Was ist eine Energiewolke?
Cybold und der kleine Mausmutant hockten derweil schweigend nebeneinander in der Manteltasche. Cybold hatte ein mulmiges Gefühl. Obwohl sein Hauptprozessor auf vollen Touren arbeitete, fiel ihm nichts ein, wie sie aus ihrem muffigen Gefängnis fliehen konnten. In der Tasche war es stockdunkel. Cybold konnte hören, dass das kleine Herz von dem Mausmutanten vor Angst raste.
"Hey, keine Panik!" sagte Cybold leise, "Wir kommen hier schon wieder raus."
"Panik? Wieso Panik?" lispelte der kleine Mutant, "I- i- i- ich hab doch keine Angst!"
"Ich schon." entgegnete Cybold, "Und das ist auch gut so. Wenn man Angst hat, passt man besser auf."
"Echt?" staunte der kleine Mausmutant.
"Klar, man darf sich bloß nicht fürchten. Furcht ist schlecht. Wenn man sich fürchtet, traut man sich nichts!"
Er griff in seine Hosentasche, holte eine winzigkleine LED-Taschenlampe heraus und knipste sie an.
"Ich heiße übrigens Cybold."
"Ich heiße Manfred", erwiderte der Mausmutant.
Und dann erzählte er, dass er mit seiner ganzen riesengroßen Familie in dem Butterfichtewald lebt. Und dass er mit seiner kleinen Schwester bei der Weingummiesche gespielt hat. Und das auf einmal diese beiden dicken Kaaronen ankamen. Und das seine Schwester abhauen konnte und er versucht hat, sich unter der Wurzel zu verstecken.
"Und was wollen die beiden Kaaronen von dir? Soweit ich weiß, sind die doch alle Vegetarier, die essen nur Gemüse!"
"Keine Ahnung." antwortete Manfred. Dann fragte er Cybold:
"Und du? Wieso warst du in unserem Wald?"


Cybold erkärte ihm, dass er mit seinem Vater zusammen Butterfichten geerntet und auf einmal den Hilferuf gehört hatte.
"Is ja klar." sagte Cybold, "Da musste ich natürlich los und schauern, ob ich helfen kann."
Und dann erzählte Manfred von dem Leben als Mausmutant im Butterfichtenwald. Cyborg hörte interessiert zu. Auf seinem Gedächtnischip war zwar schon eine Menge gespeichert. Aber was Manfred ihm erzählte, war für ihn neu. Er speicherte sofort alles ab, was er hörte. Und was er einmal abgespeichert hatte, würde er niemals mehr vergessen.

Die beiden Kaaronen hatten mit dem kleinen Cyborg und Manfred, dem Mausmutanten einiges vor. Zuerst flogen sie zur Raumstation "Darkstar". Dort gab es ein geheimes Fopper-Erfinderlabor, das streng bewacht wurde. In dem Erfinderlabor hatte die Fopper gerade einen neuen Supersprengstoff erfunden. Den wollten die Kaaronen stehlen, um ihre ärgsten Feinde wie fliegende Fische in die Luft zu jagen. Cybold sollte das Überwachungssystem überlisten und den Sprengstoff aus dem Labor nach draußen bringen. Manfred, der kleine Mausmutant, sollte den Lockvogel für die Fopper-Wachmänner spielen.

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Was ist ein Fopper?

Zuerst lief alles nach Plan. Der Mausmutant lenkte die Fopper ab und Cybold schlich sich unbemerkt in das Gebäude. Leider betrat er den falschen Raum! In dem Raum testeten die Fopper gerade, ob die Wände einer Explosion mit dem neuen Supersprengstoff standhalten würden. Cybold betrat gerade in dem Moment den Raum, als der Sprengstoff gezündet wurde. Die Explosion war so stark, dass alle Wände zusammen krachten und Cybold kilometerweit durch die Luft geschleudert wurde. Dabei brach sein Energiesystem zusammen und er verlor das Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kam, lag er in der Hand von dem einen Kaaronen.
"Da, siehste", grunzte der Kaarone, "Ich hab doch gesagt, der ist nicht hin. Der ist nur ein bisschen lullalulla! Von der Explosion!"
"Wo ist Manfred?" fragte Cybold.
Der andere Kaarone zeigte auf seine Manteltasche.
"Keine Panik. Deinem kleinen Freund geht es gut."


Nachdem die Kaaronen die Sache mit dem Supersprengstoff abgehakt hatte, überlegten sie, wozu sie den kleinen Cyborg und den Mausmutanten noch gebrauchen konnten.
"Ich habs!" grunzte der eine, "Die eisigen Klapperschlangenmutanten!"
Die beiden Kaaronen hatten davon Wind gekriegt, dass ein Mutantenzoo auf dem Planeten Tantogalaktika im Besitz von zwei äußerst seltenen eisigen Klapperschlangenmutanten war.
"Die entführen wir und dann verlagen wir 1000000 Eurolinge als Lösegeld!" schlug der eine Kaarone vor.
"Gute Idee!" stimmte der andere zu.
Sie düsten zu dem Zoo.

Der Käfig von den beiden Klapperschlangenmutanten wurde schwer bewacht. Von einem Wrestling-Vogonen. Die Kaaronen hielten sich versteckt. Manfred, der Mausmutant ging zu dem Wrestling-Vogonen, und fragte ihn, ob es in dem Zoo auch Mausmutanten gibt. Während ihm der Wrestling-Vogone den Weg erklärte, schlüpfte Cybold in den Käfig zu den beiden Klapperschlangenmutanten. Er hatte von den Kaaronen ein Betäubungsmittel gekriegt, das er den beiden Klapperschlangenmutanten geben sollte.
Als die Schlangenmutanten den kleinen Cybold sahen, fingen sie vor Angst an zu klappern.
Sie hatten noch nie einen so kleinen Cyborg gesehen. Cyborg taten die beiden Schlangenmutanten leid. Er erzählte ihnen, warum er eigentlich gekommen war. Da klapperten die Schlangenmutanten noch mehr und jammerten:
"Nein, nein! Bitte nicht. Bloß nicht zu den Kaaronen. Die stinken so fürchterlich."


Da meinte Cyborg:
"Okay, ich hab eine Idee!"
Er öffnete die Hintertür und ließ die beiden eisigen Klapperschlangenmutanten frei. In dem Moment ging ein schriller Alarm los. Der Wrestling-Vogone kam hereingestürzt. Als er sah, dass die Klapperschlangenmutanten weg waren, blieb der Wrestling-Vogone vor Schreck mit offenem Maul starr stehen. Cybold holte aus und warf dem Vogonen das Beruhigungsmittel ins Maul. Der dachte, es wäre was zu futtern und schluckte es herunter. Drei Sekunden später sackte er bewusstlos zusammen.
Cybold rannte schnell nach draußen.
"Schnell! Wir müssen abhauen!" rief er zu den Kaaronen. "Die Schlangenmutanten sind abgehauen und der Wrestling-Vogone holt Verstärkung."
Die Kaaronen fluchten die schlimmsten Flüche, die man je in den unendlichen Weiten des Universums gehört hatte. Sie packten Cybold und Manfred in ihre Manteltasche und verdufteten.
Nachdem der klapprige Spunkflitzer der Kaaronen die große Barriere passiert hatten, näherte er sich einem gelblich leuchtenden Planeten. Der Planet hieß Deltapavotti und war einer von fünf Sandsternen, die sich um eine mächtige Sonne drehten. Der Sandstern Deltapavotti war nur dünn besiedelt.
An den beiden Polen im äußersten Norden und Süden gab es ein paar große Fabriken, in denen tausende von Sandmännern arbeiteten. Sandmänner sind Betonmutanten. Sie futtern den ganzen Tag Sand und würgen ihn mit ihrem Magensaft vermischt als Beton wieder aus. Dieser Beton wird dann in riesige unbemannte Raumdrohnen geladen, die zu den verschiedensten Baustellen auf anderen Sternen flogen.

Außerdem gab es auf dem Sandstern jede Menge höchstgefährliche Sandwürmer. Diese Sandwürmer leben im Sand. Sandwürmer können bis zu drei Metern lang und 80 Zentimeter dick werden. Sie ringeln sich fast vollkommen lautlos unter der Oberfläche im Sand. Sie fressen alles, was sich bewegt. Ihre Lieblingsspeise sind Mutanten: Eidechsmutanten, Heuschreckmutanten, Skorpionmutanten, Vogelmutanten...
Und weil es davon nicht so viele auf dem Sandstern gibt, haben Sandwürmer immer einen Mordshunger. Sie können ihre Opfer schon von weitem riechen. Dann ringeln sie sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit an, schießen aus dem Sand, und verschlingen ihre Mahlzeit mit Haut und Haar und ohne sie vorher zu zerkauen.
Nachdem die Kaaronen eine Weile über den endlosen Sanddünen herum gekurvt waren, landeten sie mit ihrem Spunkflitzer neben einer seltsamen Pyramide. Die Pyramide glänzte metallisch in der Sonne und war etwa zehn Meter hoch. Sie stiegen ächzend aus ihrem Spunkflitzer. Der Eine der Kaaronen öffnete den Reißverschluss von der Manteltasche, in denen Manfred, der kleine Mausmutant und Cybold steckten und holte die beiden kleinen Gefangenen heraus.
"So, da wären wir!" grunzte der Fettwanst.

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