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Der kleine Cyborg

Der kleine Cybold / Paul Troger Reloaded

Teil 8: Geschichten nach Gemälden von Paul Troger. Erzählt von Kindern aus Welsberg

In Welsberg haben die Kinder etwas zu dem kleinen Cybold beigesteuert, das nicht direkt mit der Geschichte vom kleinen Cybold zu tun hat. Die Welsberger wollten nämlich Podcasts machen, die mit einem berühmten Maler zusammenhängt. Der Maler ist in Welsberg geboren und heißt Paul Troger. Zum Schluss haben wir aber die Welsberger Geschichten mit einem Trick in die Geschichte vom kleinen Cybold eingebaut. Das sind die Kinder, die in Welsberg in der Bibliothek mitgemacht haben:
 

Damit die Welsberger Geschichten was mit dem kleinen Cybold zu tun haben, haben wir uns überlegt, dass es Geschichten sind, die ein alter Mausmutant dem kleinen Cybold auf dem Rückweg vom Sandstern nach Guckediberg erzählt.
Die Fotocollagen und Zeichnungen haben - genau wie die Geschichten - die Welsberger Kids gemacht:

 
Die Goldsucher
Es war wieder mal Wochenende.
Und wie jedes Wochenende traf sich der heilige Ivanus mit seinem besten Kumpel McRobot. Die beiden hatten sich verabredet, um Gold suchen zu gehen. Der heilige Ivanus hatte nämlich in einem alten heiligen Buch gelesen, dass auf dem roten Planeten ein Berg sein sollte, auf dem lauter Seifenbüsche wachsen. Und unter den Wurzeln, so stand es in dem heiligen Buch, sollte es massenhaft Gold geben.
Nachdem die beiden Kumpel sich begrüßt hatten, beamten sie sich auf den roten Planeten. Schon bald sahen sie den Berg.
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Es war der einzige Berg weit und breit. Etwa eine Stunde dauerte es, bis sie oben waren. Da verfinsterte sich der Himmel und ein Gewitter brach los. Blitze zuckten, Donner grollten. Und dann passierte es. Ein Blitz schlug etwa einen Meter neben den heiligen Ivanus in die Erde. Ivanus fiel vor Schreck in Ohnmacht. Dem Himmel sei Dank war McRobot sofort zur Stelle. Er kannte sich mit Erste-Hilfe-Maßnahmen gut aus und kümmerte sich um den leblosen heiligen Ivanus. Schon nach kurzer Zeit kam sein Freund wieder zu sich. Der heilige Ivanus war zwar etwas benommen, aber sonst war mit ihm alles in Ordnung.
Jetzt begannen sie mit der Goldsuche. Sie nahmen sich einen Seifenbusch vor und wollten ihn ausreißen. Da hörten sie mit einem Mal ein lautes Zischen und wütende piepsige Stimmchen. Der heilige Ivanus und McRobot wichen zurück.
Da kamen ca. sechs bis sieben blauhäutige Seifenblasennattern angekrochen. Der heilige Ivanus und McRobot zitterten vor Angst. Ivanus sank auf die Knie und fing an zu beten:
"Lieber Gott, mach, das aus diesen wilden giftigen Bestien christliche Tierchen werden."
Da guckten sich die blauhäutigen Seifenblasennattern an, gaben sich gegenseitig ein Zeichen, stellten sich im Kreis um Ivanus und McRobot und beteten ebenfalls:
"Komm Herr Jesus, sei unser Gast, und segne was du uns bescheret hast."

 

Die Hydra
Eines Tages gingen ein paar Engeln in den himmlischen Lunapark. Eigentlich wollten sie einen lustigen Tag verbringen. Aber daraus wurde leider nichts. Sie fanden nämlich einen Dose. Als sie die Dose öffneten, kam eine fette Hydra heraus gekrochen. Die schaute die Engel an und sagte:
"Folgt mir!"

Die Hydra kroch voran, die Engel taperten hinterher. Sie kamen zu einem Gullideckel.

Die Hydra öffnete den Deckel und befahl:
"Los, springt hinein!"

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Die Engel gehorchten. Sie fielen und fielen und fielen. Schließlich landeten sie auf dem Planeten Pluto.
"Und weiter geht’s!" sagte die Hydra und kroch los.
Da stand plötzlich der böse Dragon vor ihnen. Dragon ist der böseste Bösewicht des Universums. Er sagte:
"Ich will die Engel!"
"Nix da!" entgegnete die Hydra wütend, "Die gehören mir!"
Es brach ein gewaltiger Kampf aus. Die Engel nutzten die Gelegenheit und verdufteten. Die Hydra und der Dragon kämpften wochenlang. Keiner weiß, wer den Kampf gewonnen hat. Die Engel gelangten glücklich wieder zurück in den Himmel. Sie erzählten allen anderen Engeln, was passiert war. Seitdem hat nie wieder ein Engel eine herumliegende Dose aufgemacht. Und deswegen wurde auch nie wieder eine Hydra im Himmel gesehen.

 

Der kleine Erzengel
Das ist die Geschichte von beiden Engeln Lisa und Sophia.
Eines Tages sagte Sophia zu Lisa:
"Du, Lisa, mir ist langweilig!"
"Mir auch!" entgegnete Lisa.
"Die ewige Hosianna-Singen und das Harfespielen steht mir bis hier!"
"Mir auch!"
"Was könnten wir den mal machen?" seufzte Sophia.
Lisa überlegte.
"Wir könnten ja Babysitten."
"Gute Idee. Komm, wir fragen mal den heiligen Nikolaus, ob er ein Baby-Engel weiß, der noch einen Babysitter braucht."
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Der heilige Nikolaus überlegte. Dann fiel ihm ein, dass unbedingt jemand auf den kleinen neugeborenen Erzengel Damian aufpassen müsste. Lisa und Sophia waren happy. Sie sind sofort zu der Wolke von Damian geflogen. Der kleine Damian strahlte die beiden Engel an.
"Und nun?" fragte Lisa, "Was machen wir jetzt?"
Sophia verdrehte die Augen.
"Babysitten natürlich."
"Und wie geht das?" fragte Lisa weiter.
"Menno!" sagte Sophia ungeduldig. "Wir müssen aufpassen, dass dem Kleinen nichts passiert!"
"Was soll dem denn passieren?" meinte Lisa.
"Naja", stotterte Sophia, "Wenn wir nicht aufpassen, könnte er ja von der Wolke fallen."
Nach einer Weile stöhnte Lisa:
"Babysitten ist auch langweilig!"
"Wir können ja was spielen!" schlug Sophia vor.
"Und was?" fragte Lisa.
"VaterMutterKind?" schlug Sophia vor.
"Okay."
Gerade als sie anfangen wollten, rauschte und zischte es, ein Blitz, ein Donner und da stand er. Der fiese hundsgemeine Engel Johannes. Der böse Rumpelpumpel hatte ihn geschickt. Rumpelpumpel ist ein gefallener Engel, den man aus dem Himmel geworfen hatte, weil er mal ein Attentat auf den lieben Gott geplant hatte, das aber Gottseidank verhindert werden konnte. Seitdem hasst er alle Engel, die im Himmel leben. Und versucht sich an ihnen zu rächen. Er hat sich ein Raumschiff mit Atomantrieb gebaut. Mit dem schickr er den fiesen hundsgemeinen Johannes er auf Engeljagd. Der bringt die gefangenen Engel auf den grünen Planeten, um sie zu quälen und tief zu frieren.
Als der fiese hundsgemeine Johannes auf einmal vor Sophia und Lisa stand, haben die beiden sich natürlich sehr erschrocken. Der fiese hundsgemeine Johannes schnappte sich den kleinen Erzengel und flog davon. Lisa und Sophia zögerten keine Sekunde und flogen hinterher. Gerade als der fiese hundsgemeine Johannes den Baby-Engel in das Atomraumschiff packen wollte, kamen Lisa und Sophia angedüst. Ein heftiger Kampf entbrannte. Lisa und Sophia waren so wütend, dass der fiese hundsgemeine Johannes keine Chance hatte. Lisa schnappte sich den Baby-Engel. Sophia verfrachte den fiesen hundsgemeinen Johannes in das Atomraumschiff, stellte den Antrieb auf volle Touren und hechtete schnell hinaus. Das Atomraumschiff raste los. Es flog so schnell, dass es nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Mit vollem Karacho knallte es auf den grünen Planeten und explodierte. Und weil es eine Atomexplosion war, blieb von dem grünen Planeten, vom fiesen hundsgemeinen Johannes und vom bösen Rumpelpumpel nicht mehr übrig als eine Handvoll Sternenstaub.

 

Die chinesische Vase
Der kleine Engel Mari wollte seinen Freund, den Engel Leo besuchen. Als Mari zu Leos Wolke kam, sah er, dass Leo nicht da war.
"Schade", dachte Mari.
Da sah er eine wunderschöne Vase. Mari konnte nicht widerstehen. Er schnappte sich die Vase und haute ab.
Wenig später kam Leo angeflogen.
"Das gibt’s ja wohl nicht! Wo ist denn meine Vase?"
Er flog sofort los, um den gemeinen Vasendieb zu suchen. Er flog und flog. Was war das? Das war ja Mari!
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Und der hatte die Vase in der Hand! Leo legte einen Zacken zu. Als er Mari fast eingeholt hatte, rief er:
"Mari! Gib mir sofort meine Vase wieder!"
Mari erschrak so dolle, dass er die Vase fallen ließ. Sie sauste drei Wolkenstockwerke tiefer. Dort saß der alte Petrus und las gerade ein Buch über Abraham. Die Vase donnerte ihm auf den Kopf. Leo und Mari mussten lachen.
"Die schöne Vase!" meinte Mari.
"Macht doch nichts", sagte Leo, "wenn ich mal wieder in China bin, besorg ich mir ne neue."

 

Der böse Onkel

Benjamin ist ein echt guter Skater. Er hat schon viele Lichtgeschwindigkeitsrennen gewonnen. Jedoch hat er einen bösen Onkel, der ihn immer vernachlässigt. Eines Tages entscheidet sich Benjamin, von zuhause abzuhauen. Er sucht Unterschlupf unter einer Brücke. Plötzlich kommt der heilige Michael vorbei und fragt, was Benjamin unter der Brücke macht.
"Jau, Kollege, was machstn du unter meiner Brücke?"
Benjamin antwortete:
"Hab Probleme mit Onkel. Mein Onkel geht mir sowas von aufn Sack. Da bin ich einfach abgehauen."

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Michael blieb noch mit Benjamin die ganze Nacht unter der Brücke. Am nächsten Morgen skateten Michael und Benjamin durch die Stadt. Da trafen sie ihren alten Kollegen Nikarus, der auch ein guter Skater war. Weil Nikarus ein Cousin von Benjamin war, kannte er das Problem mit dem bösen Onkel.
"Jau, Benjamin! Voll krass, dich mal wieder in der Stadt zu treffen! Was machst du denn hier?"
"Wir skaten durch die Stadt!"
"Darf ich mitskaten?"
"Jau, das ist für alle erlaubt!"
Sie unterhielten sich noch eine Weile. PLötzlich hatte Nikarus eine Idee.
"Wir könnten doch die supergeilen Stinkeier von Tomarusstoll kaufen."
"Ja, die Eier wollte ich auch immer haben."
"Dann könnten wir uns ja bei meinem Onkel mit den Eiern rächen."
"Wie denn?"
Michael sagte:
"Aaaah, ich glaube, ich weiß was du meinst. Dein Onkel ist ja der Babyengelaufpasser. Wir könnten ja die Babys damit beschmeißen."
Auf einmal sprang der Tomarustoll aus seinem Geschäft heraus. Alle erschraken und der Tommaro schrie wild um sich:
"Hallo, mein alter Kollege Nikarus! Hast du Freunde mitgebracht? Jau, vielleicht mach ich heute ein Superskaterpreis. Drei Eier zum Preis von einem."
"Wir nehmen zwanzig Schachteln."
"Das macht...." Tomarostoll rechnete, "....Garnix!"
"Superpreis. Dankeschön! Angenommen."
Die Skater fuhren Richtung Engelsgarten. Da wo Benjamins Onkel arbeitete. Als sie ankamen, schmiedeten sie einen Plan. Dann schrie Nikarus hervor:
"Wir müssen uns anschleichen und dann die Babys bewerfen. Das schwierigste wird das Fliehen sein! Denn Benjamins Onkel ist sehr schnell in Sachen fliegen."
Die drei Skater warteten, bis Benjamins Onkel verschwunden war. Dann schlichen sie in die große Babyhalle und ballerten los. Als das letzte Stinkbombenei verschossen war, sahen die Babys furchtbar aus. Nun mussten sie fliehen. In diesem Moment kam der Chef von Benjamins Onkel in die Babyhalle, um eine Babyinspektion zu machen. Als er die Babys sah, schrie er so laut, dass den Babys die Ohren abfielen. Der Chef beschimpfte den Onkel von Benjamin sehr. Er musste jetzt sogar Überstunden machen. Das war das Schlimmste, was einem Engel passieren konnte. Benjamin hatte endlich zuhause seine Ruhe und konnte mit seinen Kumpels skaten gehen und alles, was halt Jungs sonst noch so machen.